Vier Freundinnen beim Cliquenshooting

Meine Vorfreude war riesig, als ich gefragt wurde, ob ich mir vorstellen könne, ein Cliquenshooting mit vier Freundinnen durchzuführen. Aus der Gruppe kannte ich nur eine Person gut, aber ich war mir sicher, dass das Shooting ein voller Erfolg werden würde. Und das wurde es dann auch tatsächlich, und zwar von vorne bis hinten!

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Der Ort des Geschehens war zunächst eine wenig befahrene Kanalbrücke irgendwo in Marl, die von den Mädels ausgesucht wurde. Da keine der vier Freundinnen viel Erfahrung vor der Kamera hatte, habe ich sie zunächst die Brücke auf und ab laufen lassen. Das hilft nicht nur den Personen, die ich fotografiere, um etwas lockerer zu werden, sondern gibt mir auch immer ein bisschen Zeit, um mich auf die Lichtverhältnisse vor Ort „einzuschießen“.

Solche Fotos in der Bewegung sind allerdings auch mit nur einem einzigen Pärchen schon recht anspruchsvoll, da für ein wirklich gutes Foto einfach auch winzige Kleinigkeiten entscheiden sind: wo haben die Personen die Arme, wie stehen die Beine, ist das Gesicht aller Personen vorteilhaft getroffen, etc.. die Liste ist lang. Eine der größten Herausforderungen ist es, den Leuten klarzumachen, dass zwischen ihnen keine oder zumindest keine großen Lücken entstehen. Nur wenn die Gruppe, oder bei einem Paarshooting das Pärchen, auch wirklich eng zusammen steht, sieht man die Verbundenheit, die auf den Fotos ja auch rüberkommen soll. Diese vier Mädels haben das allerdings ganz hervorragend umgesetzt und die Stimmung war so gut, dass ich zwischendurch einen Teil der Fotos verwackelt habe, weil ich so lachen musste. Naja, da mussten sie halt nochmal laufen :-)

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Weil wir an dem Tag des Shootings aber gefüht 30 Grad Celsius im Schatten hatten, sind wir dann doch irgendwann von der Brücke runter an das Wasser gegangen. Dort war es nicht nur merklich kühler, wir hatten außerdem eine wunderschöne weitere Kulisse, die wir für das Cliquenshooting nutzen konnten.

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Glücklicherweise ist meine Aufforderung „Komm, schmeisst sie mal ins Wasser“ dann doch nicht umgesetzt worden, so dass wir auch ohne Wechselklamotten weitermachen konnten. Wobei… eigentlich schade :-)

Aber Ihr seht ja: wir hatten wirklich super viel Spaß zusammen, so dass die eigentliche Arbeit, das Fotografieren, eher wie nebenher lief. Nichtsdestotrotz muss ich während eines Fotoshootings immer hellwach sein und gucken, ob die Kleidung noch richtig sitzt, jemand gerade unvorteilhaft getroffen wird oder aber mit ein paar kleineren Anweisungen aus einer an sich schon schönen Konstellation dann ein richtig gutes Gruppenfoto entstehen kann.

Nachdem die Mädels dann genug rumgesessen hatten, ging es zurück zum Auto, denn auch damit sollten unbedingt noch ein paar schöne Bilder gemacht werden. Das „Auto“ war nämlich ein uralter, wunderschön und vor allem super liebevoll restaurierter grauer Käfer! Ich hatte das große Glück, dass ich darin zu den Locations auch mit fahren durfte – das ist wirklich ein tolles Gefühl und hat das Fotoshooting für mich nochmal zu etwas ganz Besonderem gemacht!

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Im Grunde hätten wir an dieser Stelle schon aufhören können. Ich wusste, dass ich jetzt schon so viele, tolle Fotos von den Mädels im Kasten hatte, dass es mehr als ausreichend war. Aber ich wusste auch, dass es sicher lange dauern wird, bis ich nochmal so eine tolle Gruppe finden werde, mit der man echt alles machen konnte.

Da ich mich in Marl gut auskenne, kam mir daher in den Sinn, eine weitere Location aufzusuchen. Die vier Freundinnen hatten alle noch Zeit, das Wetter war toll, die Stimmung sowieso, und los ging es im Käfer zum Rathaus am Marler Stern. Und nein, ich hab das natürlich NICHT nur deshalb vorgeschlagen, um noch ein bisschen länger im Käfer rumkutschiert werden zu können ;-)

Der Hauptgrund war, dass ich mir die Mädels extrem gut vor den Graffiti-Wänden vorstellen konnte, die dort rund um das Rathaus ausgestellt sind.

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Sprayer aus ganz Deutschland haben dort die Möglichkeit, die grauen Betonwände im Rahmen von regelmäßig stattfindenden Sprüh-Aktionen des Skulpturenmuseums Glaskasten neu zu gestalten. Mein persönliches Lieblingsmotiv war schnell gefunden und auch der Bitte nach einem „ganz bunten Bild“ konnten wir da sehr schnell nachgehen.

Von dort waren es dann nur noch wenige Meter, bis wir das Rathaus selbst erreicht hatten. Die Architektur des Rathauses mit seinen großen, arkadenähnlichen Stützen an der Seite regten mich an, die Mädels da zu platzieren. Mittlerweile war die Gruppe so eingespielt, dass ich kaum noch Anweisungen zu geben brauchte und in null-komma-nichts waren auch da die Fotos gemacht.

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Auch die Rathaustreppe selbst haben wir ausgiebig genutzt. Hier habe ich die Vier auch einzeln portraitiert, als Gruppe mittig auf die Treppe platziert, aus verschiedenen Blickwinkeln fotografiert und hätte am liebsten gar nicht mehr aufgehört. Natürlich liefen dort deutlich mehr Menschen rum als am Kanal, was meine vier Models aber zum Glück nicht gestört hatte. Aus der Treppen-Serie ist dies hier mein persönliches Lieblingsbild geworden. Am liebsten würde ich Euch alle zeigen, aber das würde den Rahmen des Blog-Eintrags noch mehr sprengen als es das jetzt schon tut :-)

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Alles in allem war es ein unvergesslich schöner Tag, den ich wirklich nicht missen möchte. Den Mädels an dieser Stelle einen super herzlichen Dank für das Vertrauen, das sie mir entgegen gebracht haben, um einzelne Sachen „einfach mal auszuprobieren“ – und natürlich für die ausgelassene und fröhliche Stimmung, die den gesamten Tag abgerundet hat. Es war toll!

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